50 % weniger Meilen für denselben Flug klingt nach einer Sache, über die man nicht lange nachdenkt. Ich habe trotzdem schon Angebote weggeklickt, bei denen der Rabatt genau so dastand. Der Grund ist die Zuzahlung, und die steht nie im Angebot.
Hier zeige ich dir, was Meilenschnäppchen heute noch sind, warum du bei Lufthansa keine mehr findest, und wie du in einer Rechnung siehst, ob deins eines ist.
Was Meilenschnäppchen sind
Ein Prämienflug ist ein Flug, den du mit Meilen bezahlst statt mit Euro. Vom Konto gehen nur noch Steuern und Gebühren ab. Ein Meilenschnäppchen ist derselbe Flug zum reduzierten Meilenpreis: Miles & More setzt jeden Monat bestimmte Strecken herunter, bis zu 50 % weniger Meilen, los geht es ab 12.000.
Am Monatsersten kommt die neue Liste. Steht dein Ziel drauf, kostet der Flug die Hälfte an Meilen. Steht es nicht drauf, wartest du auf den nächsten Monat.
Die 12.000 Meilen sind die Untergrenze über alle Angebote hinweg, nicht der Preis für jede Strecke. Sie gelten für kurze Verbindungen in Europa, für eine Langstrecke brauchst du ein Vielfaches.
Meilenschnäppchen bei Lufthansa gibt es nicht mehr
Wer heute danach sucht, findet keine. Miles & More rechnet bei Lufthansa, Lufthansa City, SWISS und Austrian seit einer Umstellung dynamisch ab, der Meilenpreis richtet sich also nach Nachfrage und Datum statt nach einer festen Tabelle. Damit sind die klassischen Angebote für diese vier Airlines weggefallen. Als Ersatz gibt es die Award Flight Highlights: ausgewählte Ziele zu Preisen, die Miles & More attraktiv nennt, aber ohne festen Rabatt.
Geblieben sind fünf Airlines: Brussels Airlines, Croatia Airlines, Eurowings, LOT Polish Airlines und Luxair. Bei allen fünf gilt, dass du direkt fliegen musst, ohne Umsteigen, und dass Hin- und Rückflug mit derselben Airline laufen. Discover Airlines und Air Dolomiti stehen dort inzwischen nicht mehr, auch wenn einige Ratgeber sie noch führen.
So rechnest du aus, ob sich ein Meilenschnäppchen lohnt
Dafür ist folgende Rechnung hilfreich:
Der Cashpreis ist das, was derselbe Flug in Euro kostet. Die Zuzahlung sind die Steuern und Gebühren, die beim Prämienflug trotzdem anfallen. Was übrig bleibt, teilst du durch die Meilen.
So sehen zwei meiner eigenen Buchungen aus den letzten Monaten aus:
Mit geschickter Einlösung liegt der Wert einer Miles & More Meile im Schnitt bei etwa 1,7 Cent, mit optimaler sind 5 Cent und mehr drin. Viele liegen unter einem Cent, weil sie die falschen Dinge tun. Eine Einlösung unter einem Cent solltest du bestenfalls vermeiden.
Letzten Endes hängt es stark von deinen Präferenzen ab. Du kannst deine Meilen natürlich einlösen, wie du möchtest, auch wenn sie nicht den besten Gegenwert erreichen. Du entscheidest, ob du lieber Meilen oder lieber Geld sparen möchtest. Für viele ist das Fliegen ohne die gesammelten Meilen gar nicht möglich, deshalb ist es auch in Ordnung, wenn eine Einlösung mal nicht den besten Wert je Meile rausholt, wenn man sich dadurch viel Geld gespart und einen tollen Urlaub gegönnt hat.
Wenn du nicht im Kopf rechnen magst, trag deine drei Zahlen in den Meilenwert-Rechner ein.
Die Zuzahlung bei Meilenschnäppchen
Steuern, Gebühren und Zuschläge kommen immer obendrauf und lassen sich nicht mit Meilen bezahlen. Bei den fünf Partnerairlines ist sie meist überschaubar, auf Flügen der Lufthansa Group fällt sie regelmäßig höher aus.
Der Rabatt sagt dir nichts, solange du die Zuzahlung nicht kennst. Deine Zahl siehst du im Buchungsverlauf, bevor du bestätigst.
Anfang September stand zum Beispiel die Dominikanische Republik in der Liste, Business Class nach Punta Cana für 30.483 Meilen. Dazu kamen 540 € Zuzahlung, und die finde ich ein wenig happig. Bei einem Business-Class-Flug in die Karibik geht die Rechnung trotzdem auf, weil das Ticket in Euro ein Vielfaches kostet. Auf einer Kurzstrecke wäre bei derselben Zuzahlung nichts mehr übrig.
Fly Smart: 40 % weniger Meilen für Kurzentschlossene
Neben der Monatsliste gibt es ein zweites Angebot: den Fly Smart Award Flight. Bis zu 40 % weniger Meilen, buchbar noch bis zu zwei Tage vor Abflug.
Wenn dein Ziel diesen Monat also nicht auf der Liste steht, ist die Sache noch nicht erledigt. Wer spontan kann, findet hier einen zweiten Weg.
Woher die Meilen für ein Meilenschnäppchen kommen
Ein reduzierter Meilenpreis bringt dir nichts, wenn das Konto leer ist. Und Fliegen allein füllt es nicht, dafür fliegen die meisten von uns zu selten.
Mein Weg läuft über die Alltagsausgaben. American Express führt Miles & More nicht als Transferpartner, deshalb geht es über PAYBACK: Ein PAYBACK Punkt wird 1:1 zu einer Miles & More Prämienmeile. Am kürzesten ist der Weg mit der PAYBACK American Express, die keine Jahresgebühr kostet und dir weltweit 1 Punkt je 3 € Umsatz bringt. Du brauchst dafür nur die kostenlose Servicekartennummer von Miles & More, keine Kreditkarte von denen.
Wie das im Einzelnen läuft, steht in PAYBACK Punkte in Meilen umwandeln. Schneller geht es, sobald die Partnerpunkte und Coupons dazukommen. Was bei dir zusammenkommt, zeigt dir der Meilenrechner.
Wie du genug Meilen zusammenbekommst und sie danach so einlöst, dass richtig was dabei rumkommt, zeige ich dir live in meinem Meilen Webinar. Eine Stunde, deine Fragen kommen direkt dran, und die Teilnahme kostet nichts.
Zum LIVE Meilen Webinar →Die Regeln für Meilenschnäppchen
Drei Dinge kosten regelmäßig Geld oder Nerven:
Häufige Fragen zu Meilenschnäppchen
Ab wie vielen Meilen gibt es ein Meilenschnäppchen?
Warum finde ich keine Meilenschnäppchen für Lufthansa?
Bei welchen Airlines gibt es noch Meilenschnäppchen?
Woher weiß ich, ob sich ein Angebot lohnt?
Kann ich ein Meilenschnäppchen umbuchen oder stornieren?
Fallen zusätzlich zu den Meilen noch Kosten an?
In welcher Klasse kann ich buchen?
Stand: 12. Oktober 2026. Angebote, Bedingungen und Airline-Liste bei Miles & More nachgelesen, die Punkteregeln bei PAYBACK. Die beiden Buchungen sind meine eigenen, die Werte je Meile stammen aus meinen Einlösungen.
