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Amex Platinum Kosten 2026: 720 € im Jahr, was bleibt

Amex Platinum Kosten 2026: was die Karte wirklich im Jahr kostet

American Express Platinum Card aus Metall in Silber
American Express Platinum Card 60 € im Monat, macht 720 € im Jahr
  • Kartenentgelt 60 € im Monat, über zwölf Monate 720 €
  • 650 € feste Guthaben pro Jahr, wenn du sie abrufst, dazu weitere Reisevorteile von bis zu 1.630 €
  • Eine Platinum Zusatzkarte und bis zu vier weitere Karten ohne Aufpreis
  • Membership Rewards® Classic ohne Aufpreis, nur der Turbo kostet 15 € im Jahr
  • Lounge-Zugang, Versicherungspaket und Hotelstatus ohne Aufpreis
Zur Amex Platinum Card → Anzeige. Wenn du über diesen Link abschließt, erhalte ich eine Provision.

Die erste Frage, die mir zur American Express Platinum Card gestellt wird, ist fast immer dieselbe: Was kostet die Karte im Jahr? Die kurze Antwort steht gleich unten. Die lange Antwort ist interessanter, weil auf dem Kontoauszug am Ende mehr steht als nur das Kartenentgelt, und weil ein paar Posten, die viele obendrauf rechnen, längst im Preis enthalten sind.

Ich gehe hier jede Position durch, die American Express dir tatsächlich berechnet. Alle Zahlen stammen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis, nicht aus Werbetexten.

Die kurze Antwort

720 € im Jahr
abgebucht werden 60 € im Monat. Über zwölf Monate ist das dieselbe Summe, 12 × 60 sind 720.

Das ist das Kartenentgelt für die Hauptkarte, und es ist die einzige Position, die sicher und regelmäßig anfällt. Alles Weitere hängt davon ab, wie du die Karte benutzt: Wer nie in Fremdwährung zahlt und nie Bargeld zieht, zahlt tatsächlich nur diese 720 €.

Damit ist die Amex Platinum eine der teuersten Kreditkarten in Deutschland. Sie ist es allerdings nicht ohne Gegenwert, und dazu komme ich weiter unten in der Gegenrechnung.

Monatlich oder jährlich zahlen?

Standard ist die monatliche Belastung mit 60 €. So wird die Karte abgerechnet, wenn du nichts anderes veranlasst. American Express nennt daneben eine jährliche Belastung von 720 €, und im Preis- und Leistungsverzeichnis steht dazu der entscheidende Halbsatz: die Umstellung darauf ist auf Anfrage möglich. Im Kartenkonto findest du dafür also keinen Schalter, du musst dich an den Kundenservice wenden.

Rechnerisch macht die Zahlweise keinen Unterschied. Es gibt weder einen Rabatt für die Jahreszahlung noch einen Aufschlag für die monatliche, und das ist der Punkt, an dem ich regelmäßig Nachfragen bekomme. Die 60 € im Monat fühlen sich kleiner an, weil du die Summe nie auf einen Schlag siehst, mehr ist es nicht.

Für die meisten ist der Standard ohnehin der bequemere Weg. Er sortiert sich sauber in eine Buchhaltung ein, wenn du selbstständig bist und ohnehin monatlich abschließt, und falls du im ersten Jahr merkst, dass die Karte nicht zu dir passt, hast du nur den angefangenen Monat bezahlt statt 720 € im Voraus.

Achtung bei der Kündigung im ersten Jahr

Wer den Willkommensbonus mitnimmt und den Kartenvertrag innerhalb der ersten zwölf Monate kündigt oder das Kartenprodukt wechselt, verliert den Anspruch auf den Bonus rückwirkend. Das steht so im Preis- und Leistungsverzeichnis.

Die Kündigung ist also keine reine Kostenfrage. Wie du es sauber machst, steht im Beitrag zum Kündigen und Herabstufen.

Was die Zusatzkarten kosten

Hier wird es interessant, weil dieser Punkt in den meisten Vergleichen fehlt. Im Kartenentgelt sind eine Platinum Zusatzkarte und bis zu vier weitere Zusatzkarten enthalten, wahlweise als American Express Card oder als Gold Card. Fünf Karten für Partnerin, Partner oder Familie, ohne dass ein Cent dazukommt.

Wer darüber hinaus geht, zahlt. Und zwar nicht wenig:

WasPreis im JahrAnmerkung
1 Platinum Zusatzkarte0 €im Kartenentgelt enthalten
Bis zu 4 weitere Zusatzkarten0 €American Express Card oder Gold Card
Jede weitere Platinum Zusatzkarte720 €derselbe Preis wie die Hauptkarte
Jede weitere Gold Card oder American Express Card360 €jährliche Belastung
Ersatzkarte0 €auch der Versand ist frei

Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnis der American Express Platinum Card, Stand 2026.

Für die allermeisten ist das Inklusivpaket mehr als genug. Wichtig wird die Tabelle erst, wenn jemand eine größere Familie oder ein Team ausstatten will: Ab der sechsten Karte wird es schnell teurer als die Hauptkarte selbst.

Die Kosten, die nicht auf der Rechnung stehen

Das Kartenentgelt siehst du einmal. Die folgenden zwei Posten siehst du erst, wenn du sie ausgelöst hast, und genau deshalb überraschen sie so viele.

2 Prozent auf jeden Umsatz in Fremdwährung

Bezahlst du in Dollar, Pfund, Franken oder Baht, berechnet American Express 2 % auf den Umsatz. Die Gesamtkosten setzen sich aus dem Amex-Wechselkurs und diesem Entgelt zusammen.

Bei 3.000 € Urlaubsausgaben außerhalb der Eurozone sind das 60 € obendrauf, also ein ganzer Monatsbeitrag. Für eine Karte, die als Reisekarte verkauft wird, finde ich das schwach. In der Praxis heißt es: Für Reisen außerhalb der Eurozone gehört eine zweite Karte ohne Fremdwährungsentgelt ins Portemonnaie, und die Amex Platinum bleibt für die Euro-Umsätze und die Reisebuchungen zuständig.

Bargeld kostet 4 Prozent, mindestens 5 Euro

Bargeld am Automaten ist bei dieser Karte richtig teuer: 4 % vom Betrag, mindestens aber 5 €. Wer 50 € zieht, zahlt die Mindestgebühr und damit 10 % Aufschlag.

Dazu kommt ein Limit, das gern übersehen wird: 1.500 € je sieben Tage, im Inland wie im Ausland. Und dieses Limit gilt für dein Kartenkonto inklusive aller Zusatzkarten, nicht für jede Karte einzeln. Wer zu zweit unterwegs ist, teilt es sich.

Die Karte ist keine Bargeldkarte

Beides zusammen heißt: Die Amex Platinum ist zum Bezahlen da, nicht zum Geldabheben. Fürs Abheben nimmst du eine kostenlose Girokarte oder eine Kreditkarte ohne Automatengebühr. Das ist kein Makel der Karte, es ist einfach nicht ihre Aufgabe.

Wenn beim Bezahlen etwas schiefgeht

Diese Posten wünscht sich niemand, aber sie gehören in eine ehrliche Kostenübersicht. Alle drei stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis:

FallWas American Express berechnet
ZahlungsverzugVerzugszinsen von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, ab dem Tag nach der ersten Mahnung
Weitere Mahnungenjeweils 8 €, nach etwa 30, 60 und 90 Tagen
Rücklastschrift1,20 €

Bei den Pauschalen steht dir frei nachzuweisen, dass der Schaden nicht oder niedriger entstanden ist.

Mit einem Lastschriftmandat entstehen diese Posten gar nicht erst, weil die Zahlung von allein pünktlich rausgeht.

Was schon im Preis steckt

Jetzt der Teil, der in die andere Richtung geht. Drei Dinge rechnen viele obendrauf, obwohl sie im Kartenentgelt enthalten sind:

Membership Rewards Classic, im Preisverzeichnis mit 30 € im Jahr ausgewiesenenthalten
Eine Platinum Zusatzkarte plus vier weitere Kartenenthalten
Ersatzkarte samt Versandenthalten

Besonders die erste Zeile sorgt für Verwirrung. Das Preis- und Leistungsverzeichnis weist für Membership Rewards Classic ein Jahresentgelt von 30 € aus und hält im selben Satz fest, dass es im Kartenentgelt enthalten ist. Du zahlst diese 30 € also nicht zusätzlich, sondern sammelst ab dem ersten Euro Punkte, ohne etwas dazuzubuchen. Extra kostet nur Membership Rewards Turbo mit 15 € im Jahr, der aus zwei Punkten je zwei Euro Umsatz drei macht.

Die Gegenrechnung

720 € sind viel Geld, teuer ist die Karte ohne Zweifel. Interessanter ist, was davon zurückkommt, und die festen Guthaben lassen sich auf den Euro genau beziffern:

Kartenentgelt im Jahr−720 €
Online-Reiseguthaben+200 €
SIXT ride Fahrtguthaben+200 €
Restaurantguthaben+150 €
LODENFREY Shoppingguthaben+100 €
Bleibt an echten Kosten70 € im Jahr

Wer alle vier Guthaben abruft, zahlt unterm Strich 70 € im Jahr, also knapp 6 € im Monat. Lounge-Zugang, Versicherungspaket, Hotelstatus und der Willkommensbonus sind in dieser Rechnung noch gar nicht enthalten.

Eine Änderung ab Oktober 2026 gehört dazu: Das LODENFREY Shoppingguthaben gibt es ab dem 01.10.2026 nur noch, wenn deine Bestellung mindestens 200 € erreicht. Für die vollen 100 € im Jahr musst du damit 400 € bei einem einzigen Händler ausgeben. Wer das nicht tut, landet in der Rechnung oben nicht bei 70 €, sondern bei 170 € im Jahr.

Das große Wenn steckt im ersten Wort. Die vier Guthaben laufen nach drei verschiedenen Fristen, und wer sie verfallen lässt, zahlt eben doch die vollen 720 €. Ich habe dafür einen kleinen Guthaben-Tracker gebaut, der dir zeigt, was noch offen ist. Er kostet nichts und läuft in deinem Browser.

Für wen sich die Kosten nicht lohnen

Ich verkaufe die Karte niemandem schön. Es gibt drei Fälle, in denen ich klar abrate:

Du reist selten und nur innerhalb Deutschlands Reiseguthaben und SIXT-Guthaben sind auf Reisen ausgelegt. Ohne sie bleiben von den 650 € noch 250 € übrig, und die Rechnung dreht sich.
Du zahlst viel in Fremdwährung 2 % auf jeden Umsatz summieren sich schneller, als man denkt. Wer beruflich außerhalb der Eurozone unterwegs ist, braucht ohnehin eine andere Karte als Erstkarte.
Du magst keine Fristen Drei verschiedene Zyklen, ein Guthaben nur bei einem einzigen Händler, ein anderes in acht Gutscheinen zu 25 €. Wer so etwas nicht im Blick behalten mag, zahlt 720 € für Leistungen, die er nicht abruft.

Ob sich die Karte für dich rechnet, hängt also weniger am Preis als an deinem Reiseverhalten. Ich habe das in einem eigenen Beitrag durchgerechnet: Lohnt sich die Amex Platinum wirklich?

Häufige Fragen

Was kostet die Amex Platinum im Monat?
60 €. Das ist die Standardabrechnung, über zwölf Monate sind es dieselben 720 € wie bei einer jährlichen Belastung. Einen Rabatt oder Aufschlag gibt es nicht.
Gibt es die Amex Platinum günstiger?
Das Kartenentgelt ist fest. Was sich ändern lässt, ist der Gegenwert: Wer die vier Guthaben über 650 € vollständig abruft, zahlt effektiv 70 € im Jahr. Zeitweise gibt es Aktionen mit höherem Willkommensbonus, das Entgelt selbst sinkt dadurch aber nicht.
Kosten die Zusatzkarten extra?
Eine Platinum Zusatzkarte und bis zu vier weitere Karten sind im Kartenentgelt enthalten. Jede weitere Platinum Zusatzkarte kostet 720 € im Jahr, jede weitere Gold Card oder American Express Card 360 €.
Was kostet das Bezahlen im Ausland?
Innerhalb der Eurozone nichts. Außerhalb berechnet American Express 2 % auf den Umsatz in Fremdwährung. Bargeld am Automaten kostet zusätzlich 4 %, mindestens 5 €.
Muss ich die Membership Rewards Teilnahme extra bezahlen?
Nein. Das Preisverzeichnis weist für Membership Rewards Classic zwar 30 € im Jahr aus, hält aber zugleich fest, dass dieser Betrag im Kartenentgelt enthalten ist. Extra kostet nur Membership Rewards Turbo mit 15 € im Jahr.
Kann ich die Karte kündigen und das Entgelt anteilig zurückbekommen?
Bei monatlicher Zahlweise endet die Belastung mit dem laufenden Mitgliedschaftsmonat. Wer jährlich zahlt und mitten im Jahr kündigt, klärt die Erstattung direkt mit American Express. Wichtig: Eine Kündigung innerhalb der ersten zwölf Monate lässt den Anspruch auf den Willkommensbonus rückwirkend entfallen.

Mein Fazit

Die Amex Platinum kostet 720 € im Jahr, und das ist keine Zahl, die man wegdiskutiert. Entscheidend ist, was daneben steht: 650 € feste Guthaben, fünf Karten ohne Aufpreis und und Membership Rewards ohne Aufpreis. Wer die Guthaben abruft, landet bei rund 70 € echten Kosten im Jahr.

Teuer wird die Karte an zwei Stellen, über die kaum jemand spricht: 2 % auf jeden Umsatz in Fremdwährung und 4 % aufs Bargeld. Wer beides vermeidet und die Guthaben im Blick behält, hat eine der günstigsten teuren Karten im Portemonnaie. Wer beides nicht tut, zahlt 720 € für ein Stück Metall.

American Express Platinum Card aus Metall in Silber
American Express Platinum Card 720 € im Jahr, 650 € Guthaben zurück
Zur Amex Platinum Card → Anzeige. Wenn du über diesen Link abschließt, erhalte ich eine Provision.

Stand: 13. September 2026. Alle Entgelte aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis der American Express Platinum Card, Stand 2026. Angaben ohne Gewähr, maßgeblich sind die jeweils gültigen Bedingungen von American Express.

Bild von Ella Werwein
Ella Werwein

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