Die Amex Business Platinum Zusatzkarte ist der Vorteil, über den am wenigsten geschrieben wird und der für Selbstständige mit Mitarbeitern der wertvollste ist. Du bekommst nämlich nicht eine Zusatzkarte, sondern bis zu 99 kostenlose, und jede einzelne davon sammelt auf dein Punktekonto ein.
Damit löst sich ganz nebenbei das Problem, an dem die meisten hängenbleiben: der Mindestumsatz von 15.000 € in sechs Monaten, den du für den Willkommensbonus brauchst. Wenn drei Leute auf dasselbe Konto zahlen, ist diese Hürde keine mehr. Ich zeige dir, wie viele Karten es wirklich sind, wie du sie beantragst, und welche drei Business-Vorteile dabei sonst noch niemand erwähnt.
- Bis zu 99 kostenlose Zusatzkarten, alle Umsätze auf einem Punktekonto
- Bis zu 200.000 Membership Rewards® Punkte bei 15.000 € Umsatz in sechs Monaten
- Bis zu 58 Tage Zahlungsziel statt einem Monat
- Jahresgebühr bei betrieblicher Nutzung als Betriebsausgabe absetzbar
- 850 € im Jahr, für Selbstständige und Unternehmen
Wie viele Zusatzkarten die Amex Business Platinum wirklich hat
99 kostenlos, und warum manchmal 101 steht
Du liest zu dieser Karte zwei verschiedene Zahlen, und beide sind erklärbar. Kostenlos ausstellen lassen kannst du eine Business Platinum Card aus Metall und dazu bis zu 98 Business Gold Cards. Das sind zusammen 99 kostenlose Zusatzkarten.
Auf 101 kommt, wer die Hauptkarte und die private Platinum Plus Card mitzählt. Das sind dann aber keine kostenlosen Zusatzkarten mehr, sondern deine eigene Karte und eine Karte, die je nach Ausführung Geld kostet. Ich schreibe deshalb 99, das ist die Zahl, auf die du dich verlassen kannst.
Business Platinum aus Metall und bis zu 98 Business Gold
Die Aufteilung ist kein Zufall. Die eine kostenlose Business Platinum aus Metall gibst du üblicherweise deiner Geschäftsführung oder deiner Partnerin, weil sie dieselben Reisevorteile mitbringt wie deine Hauptkarte. Die bis zu 98 Business Gold Cards sind die Karten fürs Team, also für alle, die im Alltag einkaufen, tanken, Software bezahlen oder auf Dienstreise gehen.
Egal wie viele Karten du ausgibst und egal wer damit bezahlt: Alle Umsätze werden deinem Hauptkonto belastet, und alle Membership Rewards Punkte landen auf deinem Hauptpunktekonto. Deine Mitarbeiter sammeln also für dich, ohne dass sie irgendetwas tun müssen außer mit der Firmenkarte zu zahlen.
Warum die Zusatzkarten den Mindestumsatz von allein erledigen
Den vollen Willkommensbonus von bis zu 200.000 Membership Rewards Punkten gibt es für 15.000 € Kartenumsatz in den ersten sechs Monaten. Das ist die Zahl, an der die meisten zweifeln, und mit einer einzigen Karte im Portemonnaie ist der Zweifel auch berechtigt.
Die Rechnung: 15.000 Euro auf drei Karten verteilt
| Wer zahlt | im Monat | in sechs Monaten |
|---|---|---|
| Du selbst, Hauptkarte | 1.500 € | 9.000 € |
| Mitarbeiter 1, Business Gold | 500 € | 3.000 € |
| Mitarbeiter 2, Business Gold | 500 € | 3.000 € |
| Zusammen | 2.500 € | 15.000 € |
Drei Karten, ganz normale Geschäftsausgaben, und der Mindestumsatz ist erreicht. Ohne dass irgendjemand mehr Geld ausgibt als vorher.
Und das ist noch die vorsichtige Variante. Sobald Wareneinkauf, Werbung, Software, Hotels, Tanken und die laufenden Rechnungen über die Karten laufen statt über das Geschäftskonto, bist du bei den meisten Betrieben deutlich schneller da. Der Trick ist nicht mehr auszugeben, sondern dasselbe Geld über eine andere Karte zu schicken.
Der Turbo macht aus demselben Umsatz mehr Punkte
Aktiviere den Membership Rewards Turbo gleich am Anfang, bevor du den Mindestumsatz machst. Er kostet 15 € im Jahr und bringt 3 Membership Rewards Punkte je 2 € Umsatz statt 2, also die Hälfte mehr.
Auf 15.000 € Umsatz sammelst du damit 22.500 statt 15.000 Membership Rewards Punkte, und zusammen mit dem Willkommensbonus stehst du bei 222.500. Nach der Aktivierung gilt der Turbo ohne Zusatzkosten auch für alle Zusatzkarten, die mit deiner Hauptkarte verknüpft sind, dein Team sammelt also mit. Gedeckelt ist er bei 20.000 Extrapunkten je zwölf Monate, das entspricht 40.000 € Umsatz.
Was aus den 200.000 Membership Rewards Punkten am Ende wird, habe ich getrennt aufgeschrieben, mit sechs durchgerechneten Flügen und einer Buchung, die ich selbst gemacht habe: Was der Bonus der Amex Business Platinum wirklich wert ist.
Amex Zusatzkarte beantragen: so geht es Schritt für Schritt
Was die Zusatzkarten kosten und was sie können
Die bis zu 99 Zusatzkarten kosten dich keine zusätzliche Jahresgebühr. Du zahlst die 850 € für dein Kartenkonto, und damit ist das Thema erledigt, ganz gleich ob du zwei oder zweiundzwanzig Karten ausgibst.
Was deine Mitarbeiter selbst davon haben
Das ist der Teil, der aus einer Firmenkarte einen Mitarbeitervorteil macht. Deine Zusatzkarteninhaber bekommen ebenfalls Zugang zu über 1.500 Flughafenlounges weltweit. Seit Januar 2025 ist dieser Zugang allerdings gedeckelt: 50 Lounge-Besuche im Jahr für die Hauptkarte, 20 für jede Zusatzkarte. Das reicht für normale Geschäftsreisen locker, und es ist ein Argument, mit dem du im Bewerbungsgespräch punkten kannst, ohne dass es dich etwas kostet.
Wo die Grenzen liegen
Sei dir über eine Sache im Klaren, bevor du Karten verteilst: Alle Umsätze laufen auf dein Konto, und damit haftest du dafür. Wer eine Zusatzkarte bekommt, bekommt Zugriff auf dein Kartenlimit, nicht auf ein eigenes. Bei zwei Mitarbeitern ist das überschaubar, bei zwanzig gehört eine klare Regelung dazu, wofür die Karte da ist und wofür nicht. Die Abrechnung selbst wird dadurch einfacher, weil alles zentral in einem Konto zusammenläuft und du am Monatsende einen Auszug hast statt zwanzig Belegstapel.
Die Platinum Plus Card für deine privaten Ausgaben
Es gibt eine Zusatzkarte, die eine Sonderrolle spielt, und die brauchst du auch dann, wenn du gar keine Mitarbeiter hast. Die American Express Platinum Plus Card ist die private Karte zu deinem Geschäftskonto. Damit trennst du saubere private Ausgaben von geschäftlichen, ohne ein zweites Kartenkonto zu eröffnen.
Plastik kostenlos oder Metall für 350 Euro
Die Platinum Plus Card gibt es in zwei Ausführungen: aus Plastik ist sie kostenlos, aus Metall kostet sie 350 € Jahresgebühr. Beide Varianten bringen dir dieselbe Trennung von privat und geschäftlich, die Metallkarte zusätzlich das Kartengefühl der großen Platinum.
Die ehrliche Rechnung zur Punkteaktion
Für die Ausstellung der ersten Platinum Plus Card gibt es aktuell Membership Rewards Punkte obendrauf, und zwar 5.000 für die Plastikvariante und 20.000 für die Metallvariante, ohne Mindestumsatz und mit Gutschrift direkt nach der Beantragung. Jetzt rechne mit:
| Variante | Gebühr | Punkte | Wert bei 2 Cent | Unterm Strich |
|---|---|---|---|---|
| Plastik | kostenlos | 5.000 Membership Rewards Punkte | rund 100 € | immer ein Gewinn |
| Metall | 350 € | 20.000 Membership Rewards Punkte | rund 400 € | lohnt knapp, und nur im ersten Jahr |
Denk an das zweite Jahr. Die 20.000 Membership Rewards Punkte gibt es einmal, die 350 € fallen jedes Jahr wieder an. Wenn dir die Metallkarte nicht aus anderen Gründen etwas wert ist, nimm die kostenlose Plastikvariante, kassiere die 5.000 Membership Rewards Punkte und lass es dabei.
Die drei Business-Vorteile, über die kaum jemand schreibt
58 Tage Zahlungsziel statt einem Monat
Die private Amex Platinum gibt dir eine Zahlungsfrist von einem Monat. Bei der Business Platinum sind es bis zu 58 Tage. Für dich als Selbstständige oder Selbstständiger heißt das: Du bezahlst Wareneinkauf, Material oder Werbung heute und überweist das Geld fast zwei Monate später. Wer Aufträge vorfinanzieren muss, kennt den Wert dieser Wochen genau, und beim Mindestumsatz hilft es doppelt, weil du größere Ausgaben ohne Liquiditätsloch über die Karte schicken kannst.
Die Jahresgebühr als Betriebsausgabe
Die Business Platinum kostet 850 € im Jahr, die private Platinum 720 €. Auf den ersten Blick ist die Business-Karte also die teurere. Bei betrieblicher Nutzung lässt sich die Jahresgebühr aber als Betriebsausgabe geltend machen, und damit dreht sich das Verhältnis um. Wie das in deinem Fall genau aussieht, klärst du mit deiner Steuerberatung, ich bin keine Steuerberaterin.
Wer die Punkte versteuert, wenn du sie privat verfliegst
Das ist der Einwand, den mir am häufigsten jemand stellt, sobald es um Geschäftsausgaben geht: Wenn ich mit Firmenumsätzen Punkte sammle und dann privat in den Urlaub fliege, muss ich das doch versteuern? Die Antwort ist ja, der geldwerte Vorteil ist steuerpflichtig, und genau deshalb ist die nächste Zeile so wichtig.
In den Teilnahmebedingungen des Membership Rewards Programms steht, dass American Express bei Business und Corporate Cards die Versteuerung des geldwerten Vorteils für den Karteninhaber übernimmt, soweit der gesetzliche Freibetrag überschritten wird.
Du musst dich darum also nicht selbst kümmern. Das ist einer der stärksten Punkte der Karte für Selbstständige, und er steht in fast keinem Beitrag. Deinen konkreten Fall besprichst du trotzdem mit deiner Steuerberatung.
Fünf Wege zum Bonus, auch wenn du schon eine Amex hast
Viele in meiner Community winken an dieser Stelle ab, weil sie schon eine private American Express besitzen und denken, der Bonus sei damit weg. Ist er nicht. Es gibt fünf verschiedene Wege zu denselben 200.000 Membership Rewards Punkten:
Welcher Weg für dich offen ist, siehst du beim Antrag. Prüfe es, bevor du irgendwo unterschreibst, denn ein Wechsel ist nach Antragsbeginn nicht mehr möglich.
Häufige Fragen
Wie viele Zusatzkarten hat die Amex Business Platinum wirklich?
Kosten die Zusatzkarten extra?
Zahlen die Umsätze der Zusatzkarten auf den Mindestumsatz ein?
Haften meine Mitarbeiter für ihre Zusatzkarte?
Muss ich die Membership Rewards Punkte versteuern?
Mein Fazit
Die Zusatzkarten sind bei dieser Karte kein Nebenpunkt auf der Leistungsliste, sondern der Hebel, der alles andere leichter macht. Sie kosten dich nichts, sie machen aus dem Mindestumsatz von 15.000 € eine Rechnung, die sich fast von selbst erledigt, und sie sind für dein Team ein Vorteil, den du sonst teuer bezahlen müsstest.
Wenn du selbstständig bist und Mitarbeiter hast, würde ich es genau in dieser Reihenfolge machen: Karte beantragen, Turbo aktivieren, Zusatzkarten für alle ausstellen, die im Alltag etwas bezahlen, und die laufenden Geschäftsausgaben umleiten. Dann steht der Bonus nach ein paar Monaten auf deinem Konto, ohne dass irgendjemand mehr ausgegeben hat als vorher.
Stand: PLATZHALTER VERÖFFENTLICHUNGSDATUM. Angaben zu Zusatzkarten, Zahlungsziel, Steuer und der Punkteaktion für die Platinum Plus Card recherchiert im August 2026. Konditionen und Aktionen können sich jederzeit ändern, es gelten die Bedingungen von American Express. Dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung.


